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Aktuelles und Bekanntmachungen

Stolpersteinverlegung zu Ehren von Theodor Brühl


Hintergrund der Stolpersteinverlegung:

Der bekennende Sozialdemokrat Brühl war seit dem Verbot der Partei durch die Nationalsozialisten 1933 Mitglied der Widerstandsgruppe um Paul Apel. Es war die größte dieser Gruppen im Rhein-Main-Gebiet. Unter anderem verteilte Sie die sogenannte "Sozialistische Aktion". Aus Sicht des NS-Regimes handelte es sich dabei um eine "hochverräterische Schrift".  Nach einer Hausdurchsuchung am 22. Oktober 1935 wurde er von der Gestapo verhaftet und im Polizeigefängnis, Starke-Platz 5, in Frankfurt inhaftiert. Gegen ihn konnte keine Anklage mehr erhoben werden, da er wenige Tage später in der sogenannten „Schutzhaft“ verstarb.
Die Staatsanwaltschaft in Kassel bestimmte als Todesursache „Selbstmord“. Die tatsächlichen Umstände des Todes von Theodor Brühl konnten nie geklärt werden.

Die Gedenkveranstaltung:

Zur Gedenkveranstaltung am 4. September in der Liederbachstraße 6 sprachen ein Ur-Enkel des Widerstandskämpfers und NS-Opfers, Stadtverordnetenvorsteherin Julia Ostrowicki, Bürgermeister Albrecht Kündiger, Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule sowie Stadtarchivar Julian Wirth.
Unser ausdrücklicher Dank gebührt Familie Freund für die Initiative zur Stolpersteinverlegung. Auch möchten wir uns herzlichst bei Frau Heidi Stögbauer für die großartige Organisation bedanken. Ebenso bei Herrn Roland Struwe und seinen Schülerinnen und Schülern sowie bei Herrn Robert Kähm von der Musikschule, der das Gedenken musikalisch begleitete.

Herr Struwe und seine Schülerinnen und Schüler von der Eichendorffschule waren so freundlich, der Stadt die von ihnen entworfenen und erarbeiteten Informationstafeln zur Verfügung zu stellen. Diese sind aktuell im Foyer des Rathauses einzusehen.
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